Wie ich Nichtraucher wurde

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Vor etwas über einem halben Jahr habe ich mich endgültig dazu entschieden, Nichtraucher zu sein. Das heißt, die Entscheidung, Nichtraucher zu werden, fiel bereits vor sehr langer Zeit. Praktisch umsetzen konnte ich es aber erst vor etwa sieben Monaten.

Bis zu dieser Zeit habe ich halbherzige Versuche unternommen, um mit dem Rauchen aufzuhören. Ich habe das Buch von Allan Carr gelesen, mir versucht bewusst zu machen, wie gesundheitsschädlich und geldverschwenderisch Rauchen ist und mir die Menge der Zigaretten pro Tag rationiert. Doch nichts davon hat geholfen. Im Gegenteil. Ich rauchte nur noch mehr und erklärte es mir selber damit, dass ich nun einmal GERNE rauche. Die Aussagen von Freunden und Bekannten, dass es weder zu meinem Job, noch meiner gesundheitsbewussten Einstellung passe zu rauchen, kommentierte ich jedes Mal mit einem Augenrollen und dem immer gleichen Satz: „Ich weiß. Aber ich rauche nun mal gern!“ Doch so war es nicht.

Allein schon die VERSUCHE, das Rauchen sein zu lassen, bewiesen ja, dass ich eben NICHT gerne rauchte. Schon seit langem störte mich der Rauchgeruch an meinen Fingern, meinen Haaren und meiner Kleidung. Der allmorgendliche Husten war alles andere als angenehm. Inzwischen kann ich eigentlich keine einzige positive Aussage darüber machen, WARUM ich eigentlich angeblich gerne rauchte. Noch dazu passte es so gar zu meinem Selbstbild, das ich von mir hatte. Ich war ganz einfach nur süchtig. Wie es ein Drogenabhängiger nun einmal ist.

Doch eines Tages stolperte ich im Netz zufällig über einen Bericht, der von einem Medikament handelte, das in Suchtkliniken dazu verwendet wird, um Raucher von ihrer Sucht zu heilen. Trotz, oder auch wegen weiterer Recherchen war ich noch immers sehr skeptisch. Schließlich ist das Medikament neben viel Lob und positiven Berichten auch umstritten. Dennoch. In meinem Gehirn hatte sich, wie auf eine Festplatte, festgebrannt: Wenn es sogar in Kliniken verwendet wird, muss es doch auch bei mir helfen.

In meinem Kpf machte es endlich klick. Ich glaubte felsenfest daran, dass ich es diesmal schaffen würde.

Also bestellte ich es schließlich.

tabex

Das genannte Medikament läuft unter dem Namen TABEX. Der Wirkstoff darin nennt sich Cystine und soll im Gehirn wie ein Blocker wirken. (Näheres dazu hier.) Nach einer anfänglich relativ hohen Einstiegsdosis, wird diese mit der Zeit immer weiter reduziert. Bis nach 25 Tagen die Packung aufgebraucht und man selber endgültig rauchfrei ist. Und ja, es wirkt. Zumindest bei mir. Die Wirkung bemerkte ich recht schnell. Und zwar im Gehirn. Die ersten Tage fühlten sich ein wenig so an, als würde ich den Verstand verlieren. Ein klein wenig so, als hätte ich bewusstseinserweiternede Mittel eigenommen. Ein wenig benommen, so, als stünde ich neben mir. Doch ganz leicht nur und wirklich lediglich die ersten Tage. Die ersten fünf Tage rauchte ich noch parallel mit Einnahme des Medikaments. Nach fünf Tagen hörte ich auf. Einfach so. Kein Verlangen, keine Entzugserscheinungen. Nichts. Die Tabletten nahm ich laut Packungsanweisung bis zum Schluss. Hatte ich allerdings einmal eine Dosis vergessen, so kam das Verlangen nach einer Zigarette sanft auf, wurde aber sofort wieder eigedämmt, nachdem ich die Einnahme nachholte.

Nachdem die Packung aufgebraucht war, betitelte ich mich selber stolz als Nichtraucher.

Mein Fazit:

Ich behaupte, ich hätte es ohne dieses Medikament nicht geschafft, rauchfrei zu werden. Doch wichtiger als die Einnahme von Tabletten, ist der „Klick“ im Kopf. Der Wille und die feste Überzeugung, nicht mehr zu rauchen. Man muss sich selber sagen können: „Ich bin jetzt Nichtraucher.“ Ansonsten nützen alle Versuche und Methoden, meiner Meinung nach, nichts.

Von den Tabletten kann man denken, was man möchte, doch ICH weiß, MIR haben sie geholfen. Ich bin nun sehr viel zufriedener mit mir selbst, besser in meinen sportlichen Leistungen und ich stinke nicht mehr nach Rauch (was mir nun bei anderen Menschen regelrecht einen Würgereiz auslöst). Meine Haut wurde deutlich reiner, was auch mein Umfeld bemerkte und ich nahm NICHT zu. Eventuell ein paar Gramm zu Beginn, doch das pendelte sich sehr schnell wieder ein und ich lag schon bald wieder bei meinem Ursprungsgewicht, ohne explizit darauf hin zu arbeiten.

Sollte also noch jemand von Euch dieses „Klick“ im Kopf wahrnehmen und eine letzte, zusätzliche Stütze zu Nichtrauchen benötigen, dem kann ich TABEX wirklich nur empfehlen.

Eure Paulina 😉

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2 Gedanken zu “Wie ich Nichtraucher wurde

  1. Toller und ehrlicher Post. Rauchfrei ist nunmal einfach besser. Keinen eckelhaften Geruch und keine zusätzlichen Kosten. Wie du sagtest, es muss auch der Antrieb von Innen kommen, dass man nicht mehr rauchen möchte. Glückwunsch ☺️

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